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                            Fibromyalgie oder Fibromyalgiesyndrom

Die Fibromyalgie ist eine oft lange Zeit unerkannte chronische Erkrankung, die in Deutschland bei ca. 2 % der Bevölkerung vorkommt und damit als häufig zu bezeichnen ist. Die Symptomatik ist oft vielfältig, wobei Schmerzen vor allem der Gelenke, Muskulatur und des Rückens im Vordergrund stehen. Hinzu kommen oft Schlafstörungen, schnelle Erschöpfbarkeit und Konzentrations- und Gedächtnisstörungen. Dies führt meist zu einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität und persönlichen und beruflichen Leistungsfähigkeit.

Im Zentrum des Syndroms stehen chronische, also über mehrere Monate bestehende Schmerzen in mehreren Körperregionen, ein gestörter oder nicht erholsamer Schlaf und Müdigkeit bzw. vermehrte Erschöpfbarkeit. Eine Studie der Deutschen Fibromyalgievereinigung ergab als häufigste Beschwerden Gelenk- und Muskelschmerzen an wechselnden Orten sowie Rückenschmerzen, Morgensteifigkeit, „Zerschlagenheit“ und das Gefühl, schlecht geschlafen zu haben am Morgen, sowie Müdigkeit, geringe Leistungsfähigkeit, Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit.

Das Fibromyalgiesyndrom geht häufig mit einer Depression einher. Zwischen 62 und 86 Prozent der Patienten zeigen im Laufe ihres Lebens Anzeichen einer Depression. Der Erkrankungsbeginn ist häufig schleichend und unauffällig. Am Anfang stehen meistens unspezifische Befunde wie Abgeschlagenheit, Schlafstörungen oder Magen-Darm-Beschwerden. Später kommen Schmerzen im Bereich der Gelenke/Wirbelsäule hinzu. Erst danach entwickeln sich die typischen Schmerzen in Armen und Beinen sowie weitere begleitende Symptome und Beschwerden. In der Regel verschlimmert sich die Krankheit nicht kontinuierlich. Heftige Schmerzattacken werden von schmerzfreien Intervallen abgelöst. Kälte, Nässe oder äußere Belastungen, auch starke Sonneneinstrahlung, können zur Verschlimmerung führen. Bis sich das Vollbild der Erkrankung herausgebildet hat, dauert es durchschnittlich sieben bis acht Jahre. Oftmals wird diese Erkrankung auch gar nicht oder falsch diagnostiziert. Daher kommt dann auch oft die falsche Behandlung und die Betroffenen haben eine lange Leidenstrecke.

 

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